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KARRIERE

Arbeiten im St. Joseph-Krankenhaus Prüm in familiärer Atmosphäre - Bewerben Sie sich jetzt, wir freuen uns auf Sie!

Zeitlicher Ablauf der geriatrischen Weiterbildung

Die Weiterbildung am St. Joseph-Krankenhaus ist in drei Abschnitte gestaffelt:

1. Abschnitt (1. bis 8. Monat):
  • Kennenlernen der relevanten Abteilungs-Schnittstellen
  • Erwerb und Ausbau von Grundkenntnissen
    • Anamneseerhebung beim Betagten und seiner Angehörigen unter Berücksichtigung von Multimorbidität und typischen Symptomkonstellationen beim betagten Patienten. Erfassung der aktuellen Situation, des emotionalen und familiären Umfeldes und Betreuungsnetzes. Erkennung von altersspezifischen Belangen wie Vigilanz, affektivem und emotionalen Zustand, Aufmerksamkeit, Konzentrations- und Urteilsvermögen, Ernährungsgewohnheiten sowie allgemeiner Defizite mentaler und körperlicher Natur
    • körperliche Untersuchung Betagter unter Berücksichtigung der Alltagsfunktion und Erkennung von Schwierigkeiten beim Verstehen und Umsetzen von Anweisungen
    • Erlernen und Erkennen atypischer Symptomatologie beim Betagten insbesondere bei Störungen der Herz- und Kreislauffunktion, Infektionen insbesondere der Lungen und des Urogenitaltrakts, der Ursache von Stürzen, bei akuten oder chronischen Schmerzen sowie sensomotorischen Störungen
  • Erlernen der Durchführung und Interpretation der spezifischen geriatrischen Assessments
  • Einführung in die interdisziplinäre Zusammenarbeit im geriatrischen Team
  • Erwerb von Kenntnissen in der Betreuung betagter Patienten mit chronischen Affektionen wie
    • Folgen zentraler oder peripherer neurologischer Erkrankungen wie Parkinsonsyndrom, Polyneuropathien oder Zustände nach Schlaganfall auch in Zusammenarbeit mit Neurologen
    • Demenz unterschiedlicher Ätiologie sowie chronische Psychosen
    • Auswirkungen längerer ImmobiIität auf Haut, Muskulatur und Skelett
    • lokalisierte oder diffuse Schmerzzustände
    • Schluckstörungen sowie deren Ursachen und mögliche Folgen
    • Stoffwechselstörungen, metabolische Dysbalance, Elektrolytentgleisungen sowie Ernährungsstörungen und Mangelzustände
  • Erlernen spezifischer Indikationsstellungen
    • der frührehabilitativen Komplexbehandlung
    • der Behandlung im Bereich der Alterstraumatologie
  • Teilnahme an hausinternen Fortbildungen
2. Abschnitt (9. bis 16. Monat):
  • Anwendung, Vertiefung und Erweiterung der im ersten Abschnitt erlernten Weiterbildungsinhalte in der täglichen Praxis
  • Vertiefung der Kenntnisse der medikamentösen Therapie:
    • Berücksichtigung der spezifischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik bei Älteren, Erfassung von Problemen der Polypharmazie, atypischer Medikamentenwirkungen und Nebenwirkungen sowie Berücksichtigung mangelnder oder fehlender Therapieadhärenz
  • Vertiefung der Kenntnisse der nicht-medikamentösen Therapie:
    • Erarbeitung und Indikationsstellung für Behandlungen in Zusammenarbeit mit Mitgliedern des geriatrischen Teams, insbesondere Ergotherapeuten, Logopäden, Physiotherapeuten, Psychologen, Fach-Pflegepersonal sowie Einbeziehung des Sozialdienstes und der Palliativmedizin
  • Vertiefung der Kenntnisse im Bereich der Erfassung des kognitiven und affektiven Status
    • Erkennen und Differenzierung einer Psychopathologie von körperlichen Störungen mit psychischen Auswirkungen beim Betagten
      • Erkennen schwerer Depression einschließlich Suizidgefährdung
      • akute Verwirrtheitszustände und Delir und deren Ursachen
      • Differentialdiagnostik Demenz – Delir - Depression
    • auch in Zusammenarbeit mit zugezogenem Psychiater und/oder Psychologen
  • Vertiefung der Kenntnisse in der interdisziplinären Zusammenarbeit im Team sowie mit den weiteren Fachabteilungen des Hauses
  • Konsiltätigkeit mit Befunderhebung und Therapievorschlag
  • Vertiefung der Kenntnisse im Hygienemanagement bezogen auf die spezifischen Vorgaben im St. Joseph-Krankenhaus
  • Teilnahme an diagnose- und behandlungsbezogenen Fortbildungsveranstaltungen
  • Vertiefung des Entlass- und Überleitungsmanagements
  • Erwerb von Kenntnissen im Bereich des Betreuungsrechts
  • Begleiten des Betagten am Ende des Lebens unter
    • Berücksichtigung der Befindlichkeit vor dem Hintergrund der Leidenslinderung und Beachtung der Bedürfnisse auch spiritueller Natur sowie mit Betreuung der Familie
    • bewusster Einsatz oder Verzicht lebensverlängernder Maßnahmen im Einklang mit dem Patientenwillen sowie den geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen, gegebenenfalls Einholung eines Ethikkonsils
3. Abschnitt (17. bis 24. Monat)
  • Anwendung, Vertiefung und Erweiterung der erlernten Weiterbildungsinhalte in der täglichen Praxis
  • begleitete Übernahme der Organisation im interdisziplinären therapeutischen Team und Leitung der Teamsitzungen
    • Überwachung der Durchführung von strukturierter (Akut-) Diagnostik einschließlich geriatrischem Assessment bei Patienten
    • frühzeitige Identifizierung von Problembereichen und deren Übermittlung an primär zuständige Mitglieder des geriatrischen Teams
    • Formulieren eines rationalen Therapieziels unter Berücksichtigung funktioneller, sozialer sowie ökonomischer Aspekte
    • Absprechen der formulierten Behandlungsziele mit dem Patienten und dessen Angehörigen
    • Planung und Koordination der therapeutischen Maßnahmen sowie Führung des geriatrischen Teams
    • Überwachung des Therapieverlaufs und gegebenenfalls Anpassung der formulierten Therapieziele gemeinsam mit dem therapeutischen Team
  • selbstständige Durchführung von Aufklärungs- und Beratungsgesprächen
  • Organisation von Entlassungen und Überleitungen
  • Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen im Fachgebiet Geriatrie, ggf. Hospitation in einer kooperierenden Abteilung und/oder vergleichbaren Einrichtung
  • Vertiefung der Kenntnisse der interdisziplinären und alterstraumatologischen Arbeit der Abteilung in Zusammenarbeit mit den Kollegen
  • Mitwirkung bei der Überwachung und gegebenenfalls erforderlichen Überarbeitung und Anpassung von Kernprozessen der Abteilung
  • Teilnahme am Unterricht für ärztliches und nichtärztliches Personal

Gegen Ende des 8., 16. und 24. Weiterbildungsmonats sind Gespräche zwischen dem Weiterzubildenden und dem Chefarzt vorgesehen. Dabei wird jeweils eine Bilanz der bisherigen Weiterbildung gezogen und die weitere Entwicklung geplant.

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