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Medizin und pflege

Hier erhalten Sie die bestmögliche Versorgung im Bereich Innere Medizin, Orthopädie und Unfallchirurgie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Geriatrie, Anästhesie sowie in unseren Belegabteilungen für Augenheilkunde und Gynäkologie.

Allgemeinanästhesie im St. Joseph- Krankenhaus in Prüm

Was ist eine Vollnarkose?

Bei einer Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) wird ein kontrollierter, schlafähnlicher Zustand herbeigeführt. Wenn Sie eine Vollnarkose erhalten, werden Ihr Bewusstsein und Ihr Schmerzempfinden im ganzen Körper ausgeschaltet. Dadurch wird sichergestellt, dass Sie von der Operation nichts mitbekommen, sich nicht bewegen und Sie während des kompletten Eingriffs keine Schmerzen verspüren.

Ablauf einer Allgemeinanäshesie

Nach der Anlage einer Infusion (Venentropf) setzt der Anästhesist (Narkosearzt) meist eine Kombination von Medikamenten ein, die auf Ihre individuellen Anforderungen abgestimmt ist (s. hierzu auch Anästhesie-Vorgespräch).

Diese Kombination von Medikamenten besteht aus einem Schlafmittel (Hypnotikum), Schmerzmittel (Analgetikum) und teilweise einem Präparat zur Erschlaffung der Muskulatur (Relaxanzien). Nach Überprüfung der Identität, d.h. der Sicherstellung, dass es sich um den richtigen Patienten für den geplanten Eingriff handelt und um den richtigen Eingriff an der richtigen Stelle (z.B. dem richtigen Arm), wird das Anästhetikum bei Erwachsenen intravenös über den Venen-Zugang verabreicht. Bei Kindern wird das Schlafmittel gelegentlich auch als Inhalationsgas über eine Gesichtsmaske eingeatmet, der Venen-Zugang wird dann erst im Narkose-Zustand gelegt. Die Wirkung des Narkosemittels setzt in beiden Fällen unmittelbar nach Verabreichung ein.

Die moderne Allgemeinanästhesie ist schonend und kann individuell angepasst werden. Nebenwirkungen sind selten. Diese und weitere Risiken wird der Anästhesist Ihnen im Vorgespräch erläutern.

Verschiedene Beatmungstechniken

Durch die Narkosemedikamente ist es normal, dass Ihre eigene Atmung für die Zeit der Operation aussetzt. Für diese Zeit werden verschiedene Techniken der maschinellen (künstlichen) Beatmung eingesetzt. Bei sehr kurzen Eingriffen kann die Beatmung über eine Gesichtsmaske erfolgen. Handelt es sich um eine längere oder eine größere Operation, werden Sie über einen Schlauch (Trachealtubus) in der Luftröhre (Intubation) oder im Rachen (Kehlkopfmaske, Larynxmaske) beatmet. Der Schlauch oder die Kehlkopfmaske werden erst eingeführt, wenn Sie sich bereits im Tiefschlaf befinden.

Sichere Narkose

Der Anästhesist begleitet den kompletten Eingriff und überwacht Ihre körperlichen Funktionen (Herzaktivität, Puls, Reflexe etc.). Gleichzeitig überprüft er die Narkosetiefe und kann die Anästhesie bei Bedarf anpassen. Sie müssen daher keine Sorge haben, während der Operation aufzuwachen.

Langsames Erwachen aus der Narkose

Ist der Eingriff abgeschlossen, wird die Zufuhr des Narkosemittels unterbrochen und Sie erwachen innerhalb weniger Minuten wie aus einem tiefen Schlaf. Häufig kann sich der Patient aber später an diese Phase nicht mehr erinnern. Das allmählich wiederkehrende Bewusstsein nach der Narkose wird von Fachpersonal im Aufwachraum überwacht.

Wenn im Aufwachraum die Werte der überwachten Organfunktionen stabil sind, können Sie wieder auf Ihr Zimmer zurück verlegt werden.

Nach einem ambulanten Eingriff erfolgt auf der Station vor Entlassung eine ärztliche Abschlussuntersuchung, erst danach können Sie abgeholt werden. In jedem Fall müssen Sie nach einer ambulanten Narkose für 24 Stunden begleitet werden und dürfen nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.