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Alles Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Pressekontakt:

Kaya Erdem

Josefs-Gesellschaft gAG
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Gesundheitswesen

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St. Joseph-Krankenhaus lädt zum 7. Prümer Schmerztag ein am 02.06.26

Zwischen Brennen, Kribbeln und Erschöpfung – Informationen über Nervenschmerzen

Prüm. Schmerzen, die brennen wie Feuer. Hände oder Beine, die kribbeln, taub werden oder sich anfühlen, als liefen elektrische Ströme durch den Körper. Für viele Menschen gehören solche Beschwerden längst zum Alltag. Nervenschmerzen zählen zu den komplexesten Formen chronischer Schmerzen. Und oft auch zu denjenigen, die Außenstehende nur schwer nachvollziehen können. Genau diesem Thema widmet sich der 7. Prümer Schmerztag am Dienstag, 02. Juni 2026, im St. Joseph-Krankenhaus in Prüm.
Unter dem Motto „Wenn Nerven schmerzen“ lädt das Krankenhaus Betroffene, Angehörige, medizinisches Fachpersonal und interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einem Informationsabend ein, der medizinisches Wissen mit persönlichem Austausch verbinden möchte. Ab 17 Uhr öffnen im Foyer die Informationsstände, das Vortragsprogramm beginnt um 17:30 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Dass der Prümer Schmerztag inzwischen weit über die Region hinaus Aufmerksamkeit erfährt, kommt nicht von ungefähr. Die alljährliche Veranstaltung mit wechselnden Themenschwerpunkten hat sich in den letzten Jahren nicht nur bei Menschen mit chronischen Schmerzen etabliert.

„Chronische Schmerzen verändern oft das gesamte Leben“, sagt Dr. med. Christian Elsen, DESA, MHBA, Ärztlicher Direktor und Chefarzt des St. Joseph-Krankenhauses Prüm. „Viele Patientinnen und Patienten haben bereits zahlreiche Untersuchungen hinter sich, bevor sie bei spezialisierten Schmerztherapeuten ankommen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig aufzuklären und Wege aufzuzeigen, wie moderne Schmerzmedizin helfen kann.“
Mit dem Prümer Schmerztag beteiligt sich das Krankenhaus erneut am bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“ der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V., an dem sich deutschlandweit Kliniken, Praxen und Gesundheitseinrichtungen beteiligen, um auf die Situation von Schmerzpatientinnen und Schmerzpatienten aufmerksam zu machen.
Nach der Begrüßung durch Geschäftsführer Michael Wilke und einem Grußwort von Aloysius Söhngen, Vorsitzender des Freundes- und Förderkreises des St. Joseph-Krankenhauses Prüm, führt Dr. Elsen in die Thematik des Abends ein. In seinem Vortrag „Brennen, Kribbeln, Stromschläge – was steckt dahinter?“ geht er der Frage nach, wie Nervenschmerzen entstehen und warum sich diese häufig ganz anders äußern als klassische Schmerzformen.
Im Anschluss spricht Oberärztin Dr. med. Bettina Dunkel über konkrete Behandlungsmöglichkeiten. Unter dem Titel „Vom Schmerz zur Linderung“ zeigt sie anhand praktischer Beispiele, wie individuell Schmerztherapie heute aufgebaut sein muss – und warum es selten den einen Therapieansatz für alle Betroffenen gibt.
Dass chronische Schmerzen nicht allein den Körper betreffen, sondern oft tiefe Auswirkungen auf das gesamte Leben haben, thematisiert die psychologische Psychotherapeutin Mila-Dara Yaneva. Ihr Vortrag beschreibt chronischen Schmerz als eine Art Kettenreaktion zwischen körperlicher Belastung, seelischer Erschöpfung und dem sozialen Umfeld.
Wie wichtig dabei auch therapeutische Unterstützung im Alltag sein kann, verdeutlichen die Ergotherapeutinnen Anne Schreiber und Juliana Schellen. Sie stellen ergotherapeutische Verfahren vor, die Betroffenen helfen sollen, trotz anhaltender Beschwerden wieder mehr Selbstständigkeit und Lebensqualität zurückzugewinnen.
Annemie Nickels wird die Arbeit der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Selbsthilfegruppe Prüm, im Rahmen des Abends vorstellen.

Neben den Vorträgen setzt die Veranstaltung bewusst auf persönliche Begegnung. Bereits ab 17 Uhr stehen im Foyer zahlreiche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Gespräche bereit. Mit dabei sind unter anderem das Pflegeteam der Schmerz- und Palliativstation, Pain Nurse Bärbel Krämer, die Abteilung für Physiotherapie und Ergotherapie, die Schmerzpraxis Prüm, die Rheuma-Liga öAG Prüm sowie die DMSG-Selbsthilfegruppe Prüm.
Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Reiner Klein, Musiker und Musikpädagoge der Musikschule Kalimba. Nach dem offiziellen Programm klingt der Abend bei einem gemeinsamen Imbiss und weiteren Gesprächen an den Informationsständen aus.

Begleitend zum bundesweiten Aktionstag bietet die Deutsche Schmerzgesellschaft am 2. Juni außerdem eine kostenlose Hotline für Betroffene und Angehörige an. Unter der Telefonnummer 0800 18 18 120 beantworten Expertinnen und Experten zwischen 9 und 18 Uhr Fragen rund um das Thema Schmerz.

Weitere Informationen: Josefs-Gesellschaft gAG, Köln
Die Pressefotos dieser Mitteilung stehen dem Empfänger honorarfrei zur Veröffentlichung im Zusammenhang mit diesem Thema zur Verfügung.


Pressematerial zum Herunterladen (PDF | 256 kb)


Programmübersicht 7. Prümer Schmerztag 2026


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