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Pressekontakt:

Kaya Erdem

Josefs-Gesellschaft gAG
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Gesundheitswesen

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St. Joseph-Krankenhaus begrüßt Gast aus Uganda

Know-how-Transfer in Sachen Elektrik zwischen Prüm und Matany

Prüm. Wie sich Strom anfühlt, wenn er nicht verlässlich aus der Steckdose kommt, weiß Matthew Okwii nur zu gut. Der 29-jährige Elektriker aus Uganda arbeitet im Matany Hospital, einer Missionsklinik in einer der ärmsten Regionen des Landes. Er war zu Gast im St. Joseph-Krankenhaus in Prüm, um sich mit seinem deutschen Kollegen Stefan Backes auszutauschen über Technik, Arbeitsalltag und das, was ein Krankenhaus am Laufen hält, selbst wenn der Strom einmal ausfällt. Entstanden war der Kontakt über Filbo Frensch aus Prüm, der im vergangenen Jahr für mehrere Wochen mit Matthew Okwii in Uganda zusammengearbeitet hatte. Okwii war insgesamt sechs Wochen zu Besuch bei der Firma FHT, Partner der Firma Streif.

„In Matany sind Stromausfälle keine Ausnahme, sondern Alltag“, berichtet Okwii. „Trotzdem müssen wir Geräte wie die Sauerstoffanlage oder das Röntgengerät in Betrieb halten, da wird man erfinderisch.“ Umso wertvoller war für ihn der intensive Austausch mit Stefan Backes, Elektriker im St. Joseph-Krankenhaus: „Matthew wollte alles wissen. Und das mit einer unglaublichen Neugier und Aufmerksamkeit.“

In der Region des Matany Hospitals leben viele Menschen von Viehzucht, die medizinische Versorgung ist knapp. Behandelt werden vor allem Unter- und Mangelernährung, Malaria und Tuberkulose unter schwierigen infrastrukturellen Bedingungen. „Was wir hier als Grundausstattung betrachten, ist dort oft ein Luxus“, sagt Filbo Frensch, der die Bedingungen vor Ort kennengelernt hat.

Matthew Okwii nimmt nun nicht nur technisches Wissen mit zurück nach Uganda, sondern auch Eindrücke eines hochkomplexen deutschen Krankenhausalltags. Für ihn war der Austausch sehr wertvoll. „Das Prümer Krankenhaus unterstützt das Engagement der beteiligten Organisationen und Personen ausdrücklich“, ergänzt Monique Heinzen von der Mitarbeitervertretung im St. Joseph-Krankenhaus.

Der Austausch wurde ermöglicht durch das African German Youth Office (AGYO) und dem Senior Expert Service (SES) im Rahmen eines Programms, das junge Fachkräfte beider Kontinente in einen beruflichen Dialog bringt. Es richtet sich an junge Berufstätige bis 30 Jahre, die Interesse haben in ihrem Beruf (abgeschlossene Berufsausbildung ist Pflicht) einen Austausch in ein afrikanisches Land zu unternehmen. Mehr Infos unter https://www.deutsch-afrikanisches-jugendwerk.de/de/startseite.html. Wer für das Krankenhaus spenden möchte: https://www.betterplace.org/de/projects/16133-matany-hospital-hilfe-fuer-das-hirtenvolk-der-karamojong-in-nord-uganda

Weitere Informationen: Josefs-Gesellschaft gAG, Köln
Die Pressefotos dieser Mitteilung stehen dem Empfänger honorarfrei zur Veröffentlichung im Zusammenhang mit diesem Thema zur Verfügung.


Pressematerial zum Herunterladen (PDF | 388 kb)


Pressefoto St. Joseph-Krankenhaus
Foto (© Christian Hohn) v.l.: Filbo Frensch, Monique Heinzen (MAV-Vorsitzende), Stefan Backes (Elektriker) und Matthew Okwii vor dem Notstromaggregat im St. Joseph-Krankenhaus


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